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5. Geburtstag Kinderhof

Werder (azi/MOZ) Dass Clown Ulf ausgerechnet beim fünften Geburtstag des Kinderhofs "Reh-Kids" im heutigen Rehfelder Ortsteil Werder erkrankt fehlen musste, geriet am Sonnabendnachmittag bei Groß und Klein schnell in Vergessenheit. Schließlich hing am blauen Sonnensegel über dem gro­ßen Sandkasten mit Ziffern versehenes Spielzeug, das schnell die Aufmerksamkeit der Kinder auf sich zog. Und die durften dann wenig später schon um die Wette buddeln. Schließlich waren im Sand nummerierte Schaumstoffbälle vergraben. Wer einen fand, konnte diesen gegen das entsprechende Spielzeug eintauschen. Während vor allem die Mädchen meist mit einem freudig von dannen zogen, waren die Jungs mit Feuereifer dabei. Sie dürften den Sandkasten so tief umgegraben haben wie nie zuvor.

Auf die von vielen Gästen mitgebrachten Geschenke wird das Erzieherinnen-Team um Sylvia Kuchling die 49 Kinder wohl in den nächsten Tagen noch einmal in Ruhe aufmerksam machen. Zehn gehen ab August in die Schule. "Dann sind hier auch wieder einige Plätze frei", sagt die Leiterin der Einrichtung.

Ihr Träger ist ein Elternverein, der zurzeit 42 Mitglieder zählt. Einige Mütter und Väter bleiben diesem auch dann verbunden, wenn die eigenen Kinder längst zur Schule gehen. Der Vorsitzende Holger Schererz verwies noch einmal auf den Start im Juli 2001 mit zehn Kindern: "Am Ende des ersten Jahres waren es schon 30, die hier von vier Erzieherinnen betreut wurden." Ohne die Unterstützung der damals noch eigenständigen Gemeinde Werder hätte der Verein das erste Jahr aber wohl nicht überstanden, räumte er ein. Nach der Kommunalwahl 2003 habe sich glücklicherweise jedoch auch das Verhältnis zu Rehfelde, der Heimatgemeinde der meisten, entspannt. Der Gedanke, auch einen Hort aufzubauen, sei allerdings schnell ad acta gelegt worden. Hintergrund: Weil die Kinder verschiedene Schulen in der Region besuchen, fehlt dafür bis heute der Bedarf.

Der Vorsitzende staunte im Rückblick jedoch über den Mut von einst: "Nach der Pisa-Studie kam das Thema Vorschule und Kita wieder auf die Tagesordnung. So gesehen war unser Ansatz genau der Richtige. Doch mit dem Wissen von heute bezweifle ich, dass wir ein solches Vorhaben jetzt neu anpacken würden." Mit Spannung werde jedoch die Zertifizierung der Einrichtung erwartet, die zuletzt an einem brandenburgweiten Qualitätswettbewerb teilgenommen hatte.

Am Abend kehrten die "Reh-Kids" dann noch einmal zum erneut zeitgleich laufenden Dorffest zurück und ließen 200 bunte Luftballons aufsteigen. "Wie weit und lange die wohl fliegen?", fragte sich auch Sylvia Kuchling. Die Beantwortung hänge mit von den Findern ab: Auf den angebundenen Karten stehe die Telefonnummer.

 
 

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